Hat eine Beziehung heutzutage noch eine Zukunft?

 

Früher war alles fest geregelt: Die Frau war Hausfrau/Mutter und der Mann ging arbeiten. Wenn die Frau schwanger wurde, musste geheiratet werden. Damals war es egal, was man selber wollte, ob man wirklich heiraten wollte oder in die Kirche gehen wollte, da MUSSTE man es einfach machen, weil es einem so vorgelebt und aufgezwängt wurde.                  Freier Wille = Was ist das? Die eigenen Gedanken = Egal! Das, was andere Leute, beispielweise die Nachbarn, von einem dachten war das was zählte, doch wie glücklich waren diese Familien wirklich damit? Nach außen hin wurde die „Happy Perfect Family“ gespielt, aber wie sah das im Inneren aus?

Wo damals die Angst bestand nicht perfekt und normgerecht genug zu sein, besteht die heute die Angst niemals an den Punkt zu gelangen den Partner für`s Leben zu finden und ihn auch halten zu können.

Die Zeiten haben sich deutlich geändert. Sätze wie „Ich bin der Herr im Haus“ und „Die Frau gehört in die Küche“ werden von der jetzigen Jugend verachtet. Stattdessen heißt es „Selbst ist Frau“. Jaja, das ist alles nichts Neues mehr, doch eins hat sich in den letzten Jahren noch verändert, nämlich die Generation Y!

Die Generation Y soll beziehungsunfähig sein. Stimmt das? Mal sehen: Wir geben uns nicht mehr damit zufrieden mit 16 eine Ausbildung zu machen und dort für den Rest des Lebens zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Nein, wir wollen mehr. Wir wollen einen Job haben, den wir lieben, der uns erfüllt, bei dem wir selbst bestimmen können wie viel Zeit wir darein investieren, wo es keine festen Arbeitszeiten gibt und wir am besten auch vom anderen Ende der Welt aus arbeiten können. Damals unvorstellbar, heute machbar. Uns steht quasi die Welt zu Füßen und das wollen wir nutzen, so weit es geht. Sind wir bereit Opfer für unseren Traum der Unabhängigkeit zu bringen? Oh ja, und das nennt sich Liebe!

Oftmals passt ein fester Partner eben nicht mehr in diesen Traum, da der Traum so vollgepackt ist mit den eigenen Wünschen und Plänen, dass nicht mehr genug Platz da ist. Wir lernen uns selber zu lieben, aber reicht diese Liebe aus, um für den Rest des Lebens glücklich zu sein? Naja, für jeden Menschen bedeutet Glück was anderes. Die einen glauben einen Partner zu brauchen, um glücklich zu sein und die anderen verzichten freiwillig darauf, weil sie mit sich selber genauso glücklich sein können, oder sogar glücklicher. Fakt ist jedoch: Die Beziehungen halten definitiv nicht mehr so lange wie früher. Macht es dann überhaupt noch Sinn immer wieder eine neue Beziehung einzugehen oder ist es wirklich wichtiger das zu tun, was ich will, egoistischer zu sein und nur an mich und meine Träume zu denken, bevor Amor ein weiteres Mal Scheiße baut und ich verletzt werde?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.