Blog Island Reisen

Kein Gepäck, keine Nacht

04.07.17, 23 Uhr. Wir sind gelandet. Nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug tummelte sich die Menschenmasse vor dem Gepäckband.

Alle Koffer des Fließbandes fanden zu ihrem Besitzer, doch mehr als die Hälfte der Besitzer fanden ihren Koffer nicht. In kurz: Airberlin packte aus Sicherheitsgründen nur die Hälfte des gesamten Gepäcks in den Flieger.

Wir standen nun also da, in Island, während unser Gepäck in Düsseldorf blieb. „Zum Glück hatten wir für die erste Nacht schon ein Hosel gebucht, unser Zelt befindet sich nämlich im Koffer“, dachte ich. Also blieb ich ganz entspannt. Eine nette Mitarbeiterin des Flughafens übergab uns einen Zettel, auf dem wir unsere e-mail Adresse und die Beschreibung unseres Gepäcks angeben sollten und dann würden wir per mail benachrichtigt, wenn unsere Koffer gelandet wären. „Probably tomorrow.“, sagte sie zum Abschluss, doch sie sollte nicht Recht behalten. Unser Gepäck kam nicht probably tomorrow an, sondern 3,5 Tage später. In diesen 3,5 Tagen hofften wir jeden Tag auf unser Gepäck, weshalb wir niemals direkt am Morgen schon ein Hostel für die Nacht gebucht hatten. Erst in der Nacht, als wir schon am Flughafen warteten, weil unser Gepäck mit der Maschine um 1 Uhr nachts geliefert werden sollte, doch nicht ankam, suchten wir kurzerhand eine Bleibe.

Nach 3,5 Tagen konnten wir schließlich unsere Rundreise beginnen.

Darum ist es geil, keine Nacht zu haben

IMG_0755.JPG

In der Sommerzeit in Island wird es niemals dunkel. In der ersten Nacht ziemlich ungewohnt, doch ab dann wurde es einfach geil. Keine Dunkelheit, kein Stress. Pure Freiheit!

Das Gute an Island ist auch, dass hier die Sehenswürdigkeiten in freier Natur liegen und wir zu jeder im wahrsten Sinne des Wortes Tages- und Nachtzeit dorthin können. Ganz Island ist sozusagen eine große Sehenswürdigkeit. 

Wir brauchen uns hier keinen Wecker stellen, damit wir noch viel vom Tag haben. Wir müssen uns nicht zu einer bestimmen Uhrzeit schlafen legen, sondern haben ganze 24 Stunden zur freien Zeiteinteilung. 

Am Anfang hat mir das schwere Sorgen bereitet, da ich eigentlich nicht einschlafen kann, wenn es nicht stock duster ist, aber man gewöhnt sich an alles. Die Müdigkeit setzt sich irgendwann von ganz alleine durch und bis dahin kann man richtig produktiv sein.

Ich schaffe hier in Island viel mehr als in Deutschland. Jetzt gerade ist es hier genau 1 Uhr nachts und ich sitze im hellen Zelt und tippe vor mich hin. Ist das schön 🙂

Follow my blog with Bloglovin

Kommentar verfassen