Im Leben gibt es keine Versicherungen!

Wir Menschen haben Angst. Angst, die uns leiten kann, wenn wir nicht genau aufpassen. Und darum streben wir jede Versicherung an, die wir möglicherweise mal irgendwann gebrauchen können. Für alle möglichen Fälle, egal ob wahrscheinlich oder nicht, gibt es Versicherungen. Diebstahl, Beschädigungen, für das geliebte Smartphone, sogar eine Hochzeitsrücktrittsversicherung. Ja, unnötige Dinge gibt es sowieso viele.

Nicht nur diese Art von Versicherungen nutzen wir Menschen, um uns wohl und beruhigt zu fühlen, sondern auch jene, die als Plan B in unserem Leben dienen. Diese Plan B’s sind dafür da, um zwar unserem großen Traum nachzugehen, doch wenn er zu unrealistisch scheint, immer noch eine andere Möglichkeit im Auge zu behalten.

Kinder, die schon mit fünf Jahren wissen, dass sie später Tänzerinnen werden wollen, werden selten schon mit fünf oder sechs oder zehn in eine Tanzschule geschickt. Erstmal bleiben sie auf der ganz normalen Schule, schreiben ganz normale Noten, vermutlich sogar unter dem Durchschnitt und machen eine Ausbildung oder ein Studium. Tanzen kann man ja immer noch nebenbei, aber Abschlüsse (Versicherungen) sind wichtiger. Sie sind quasi die Grundlage des Lebens. Und ich kann es sogar verstehen, bei manchen Träumen steckt ein großes Risiko dahinter. Doch das Risiko wird erst dann groß, wenn du es als groß bezeichnest.

„Ich stehe momentan vor eine großen Entscheidung“, so sagte ich als vor meinem Coach saß. Und was war die Antwort meines Coaches darauf? „Die Entscheidung ist erst dann groß, wenn du sie zu einer großen Entscheidung erklärst.“ 

Was wären denn mögliche GROSSE Entscheidungen? Ein großes Tattoo? Eine lange Reise? Jeden Tag treffen wir Entscheidungen ohne es zu bemerken, das wären dann wohl die kleinen Entscheidungen. Doch was ist, wenn auf einmal eine dieser kleinen Entscheidungen, wie zum Beispiel eine halbe Stunde früher zur Arbeit zu fahren, eine große Folge mit sich trägt? Genau dann passiert ein Unfall. Ich male mir nicht gerne solche Szenarien aus, schreibe sie nicht gerne auf. Doch es war eine kleine Entscheidung mit einer großen Folge.

Und auch nach dieser Entscheidung wird sich mit Sicherheit jeder denken: „Wäre ich mal besser heute so wie immer zur Arbeit gefahren und nicht eine halbe Stunde früher.“

Je größer die Folgen, desto größer die Vorwürfe.  Doch es gibt nichts, was du selber nicht wieder ändern kannst oder zu einem späteren Zeitpunkt nachholen kannst. Selbst ein Tattoo kannst du entfernen lassen, wenn es dir irgendwann nicht mehr gefällt und eine Reise kannst du abbrechen, wenn dein Kapital zu Ende geht. Es wird immer einen Weg geben.

Niemand weiß was morgen ist. Niemand weiß was in drei Jahren ist. Alle Entscheidungen, die du jemals getroffen hast, haben dich dorthin gebracht, wo du nun bist. Doch wir fürchten uns nur vor den möglichen Folgen unserer sogenannten großen Entscheidungen. Doch auch die können gut gehen. Der erste Weg ist daran zu glauben, dass sie gut gehen. Denn dann beginnen wir automatisch uns danach auszurichten, dass es gut gehen wird. Wir Menschen haben nicht alles in der Hand. Es passieren Dinge, schlimme Dinge, die ganz unabhängig von unseren Entscheidungen kommen. Dagegen sind wir machtlos. Doch das, was wir machen können ist unser Leben nach unseren Träumen auszurichten.

Ein Satz hat mich bei meinem Coaching am meisten beeindruckt: „Im Leben gibt es keine Versicherungen.“

Sobald du eine Versicherung, sprich einen Plan B aufstellst, konzentrierst du dich nicht vollkommen auf deinen Plan A und machst ihn somit selber unrealistisch. Und gerade dann, wenn du es selber unrealistisch machst, indem du nicht all deine Kraft und deinen Glauben darein investierst, sagst du dir selber und vermutlich auch jeder andere: „Siehst du wie gut es war einen Plan B zu haben?“ 

 

Wer weiß was passiert wäre, wenn du dich nur auf deinen Plan A konzentriert hättest?

 

 

Eure Jasmin

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