Die kleinen Dinge im Leben

In unserem Alltag begegnen uns so viele Dinge und wir dürfen eine Menge Eindrücke sammeln, während wir leben. Aber vergessen wir nich manchmal uns auf die kleinen Dinge zu fokussieren? Werden wir mit so vielen großen Sachen oder Gedanken konfrontiert, dass wir die kleinen einfach übersehen?

Der Gedanke kam mir vor etwa zwei Minuten, als ich etwas entdeckt habe, was ich vorher noch nie gesehen habe. Aber nicht, weil es vorher nie da war. Sondern weil ich vorher nie genau hingeschaut habe. 

Das Macbook ist mein Arbeitsplatz. Egal wo es steht, auf welchem Teil unseres Planeten – genau da ist mein Platz für die tägliche Arbeit. Gedankenvertieft klappe ich es morgens auf, recherchiere, schreibe, überlege. Ich versuche halbwegs gute Texte zustande zu bringen, mache mir über jeden einzelnen Satz Gedanken. So lange bis das Akku leer ist. Dann greife ich zum Ladekabel, stecke die Seite mit dem MagSafe-Anschluss in mein Macbook. Es ist schon so zur Routine geworden, dass ich während ich diese Bewegungen ausführe, mit meinen Gedanken ganz woanders sein kann – und es trotzdem schaffe mein Mac ans Laden zu bringen. Doch wozu erkläre ich das gerade? – Der Titel des Textes heißt doch „Die kleinen Dinge im Leben“? 

Ich habe jetzt einmal eine Übung für dich: Besitzt du auch ein Macbook? Arbeitest du vielleicht sogar auch damit, genau wie ich? Dann kannst du mir doch bestimmt sagen, ob sich an den Seiten, wo die Anschlüsse für das Ladekabel, USB-Kabel und Kopfhörer noch etwas anderes befindet. OHNE ZU SCHUMMELN! Ja oder Nein? 

Die richtige Antwort lautet: JA! Jeder dieser Anschlüsse ist mit einem kleinen Symbol verziert, welches auf die Funktion hinweist. Nach zwei Jahren, in denen ich diesen Mac besitze, sind mir die noch nie aufgefallen. Erst als es gerade neben mir im Bett lag. Ich habe ihn beiseite gelegt, weil ich einen Moment über etwas nachdenken musste. Ich starrte schon eine Weile auf die Anschlüsse und die Symbole, hab sie aber trotzdem nicht sofort wahrgenommen. Doch als ich es tat, war ich verwundert wie ich das die letzten zwei Jahre übersehen konnte, wo ich das Mac doch fast jeden Tag in den Händen hatte. 

Ich überlegte.

Vielleicht sind die Dinge in meinem Leben so groß geworden, dass ich die kleinen nicht mehr wahrnehme. Vielleicht schaffe ich es nicht im Hier und Jetzt zu leben, das Gesehene bewusst wahrzunehmen, weil mein Kopf ganz woanders ist. Ja. Vielleicht ist es an der Zeit eine Sache genau unter die Lupe zu nehmen, sie zu beobachten und bestaunen. Sie wertzuschätzen, weil es nicht selbstverständlich ist. 

Meine Blicke wandern durch den Raum. Mal sehen, was ich alles entdecke – nachdem ich so viele Nächte bereits hier verbracht habe. Und der Raum ist bloß der Anfang. Ich glaube, wenn man sich wirklich darauf konzentriert die kleinen Dinge, die einem das Leben gibt, anzunehmen und wertzuschätzen, kann sich das Blatt schnell wenden. Es kann nur positiv werden. 

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